Mittwoch, 12. November 2003
Die Brezel
Es geht um die Brezel, die spezifisch schwäbische Laugenbrezel, die streng definierten Regeln gehorcht. Sie muß unten dick und oben dünn sein, mit tüchtig Streusalz drauf und einem lachendem Einschnitt, der das weiße freilegt wie aufgeworfene Lippen, mit salzstengelartigen Stegen, zwei kunstvoll ineinanderverschlungenen Schlaufen und einer regelmäßigen, sich allmählich nach oben hin verhärtenden Struktur. Eine Brezel darf nicht aufgequollen und auf keinen Fall feist sein, sie muß außen kroß und innen weich sein, außen braun schillernd, innen nachgiebig und schneeweiß. Hinter der Kruste darf es keine zu großen Teiglöcher geben, beim Hineinbeißen darf die Kruste nicht aufbröckeln, die beiden Stege dürfen nicht brechen und ihre am Übergang durch festdrücken befestigten Enden müssen sich durch einen gezielten Griff unbeschädigt lösen lassen. Eine Brezel muß nach Meer schmecken, nach Wald, Kastanien, Weißmehl und Frühling. Wonach sie nicht schmecken darf, nach Seife, nach Urin, nach Hefezopf oder Baquette. Quelle: Backnang-online.info: Ein backnanger Berliner über die Brezel
Brezel

Diese Abbildung zeigt eine schwäbische Brezel. Die bayrische Brezel wird auch in Schwaben hergestellt. Bei Huober Brezeln aus Erdmannshausen, ca. 17 km östlich von Backnang, entsteht ein Großteil bayrischer und amerikanischer Brezeln.

Die handgedrehte echte schwäbische bekommt man i.R. nur hier im Schwäbischen. Was die Brezel mit der Bratsche gemein hat, entdeckte ich auf Prismenferngals.de — Etymologie

Bratsche

Aus ital. viola da braccio, was Armgeige bedeutet. Den gleichen sprachlichen Ursprung hat die Brezel von lat. braccium = Arm, denn diese soll die über der Brust gekreuzten Arme der Kinder beim Gebet darstellen. Hierher gehört auch der Brachiosaurus, was griechisch-lateinisch ist und Arm-Eidechse bedeutet, denn die Vorderbeine dieses Riesensauriers (der ein Saurischier war und zu den Sauropoden zählte) waren länger als die Hinterbeine und wirkten wie Arme.

Ausführlichere Informationen über die Brezel gibt es auf Peter Mangolds Schwabenseite, "Die köstliche schwäbische (Laugen)-Brezel"

Guten Appetit. Übrigens fehlen noch alle Bäckereien. Ich bin ja der Meinung, dass Bäckereien über Hochzeitstorten und Partygebäck sehr gut in den regionalen Wettbewerb eintauchen können und eine Website da nie schadet, aber was red' ich, sie woll'n ja nicht. :o)

 
oben von tempa in Dies und Das um 01:17h| 0 Kommentare |comment

 
Montag, 10. November 2003
Sparen, Sparen, Sparen
Alles redet vom Sparen. Also sollte man doch annehmen, dass auch Politiker davon gehört haben.
Jetzt lese ich in der Zeitung (einer der ich auch was glaube - BKZ), dass alle Polizeifahrzeuge in Deutschland mit einem neuen Signalwarnsystem ausgerüstet werden sollen.
Uuujuujuujuujei, anstatt dem bewährten Martinshorn.
Ja sind die denn noch zu retten oder wird dieses nervtötende Uuujuujuujuujei von einer amerikanischen Fernsehserie gespendet? Haben wir nicht Wichtigeres zu tun als so unser Geld zu verschwenden?
Wir könnten z. B. die Hälfte unserer Bundestagsabgeordneten einsparen damit die Verbliebenen sich nur noch um wirklich wichtige Dinge kümmern könnten. Ich habe manchmal den Eindruck, dass es denen langweilig ist und sie sich krampfhaft bemühen wenigstens in einfachen Angelegenheiten Action zu zeigen.
Herr schmeiss Hirn ra!

 
oben von ode in Kommunalpolitik um 19:15h| 0 Kommentare |comment

 
Sonntag, 9. November 2003
Backnanger Maler mit virtuellen Ausstellungsräumen
Der Maler und Softwareconsultant Juan Carlos Lopez-Nicklaus setzt mit seiner Kunstseite virtuelle Galerieräume witzig um.
Juan Carlos Lopez-Nicklaus vituelle Bildergalerie

URL: www.oelkunst.de

Bei schneller Ladezeit (im Vgl. zu anderen grafischen Sites) kann man sich ein anerkennendes Schmunzeln nicht verkneifen. Die Idee ist klasse, schade, dass er den Gesamteindruck ein paar fragwürdigen Buttons opfert und auch der Schriftzug zeugt nicht unbedingt von gestalterischem Können.

Ebenso bewegt sich Juan Carlos Lopez-Nicklaus in der Malerei in zwei Welten: zwischen Esprit, Komposition und Lust am Betrachten seiner Gegenstandsloser Malerei und unbeholfenen kindlichen Landschaftswerken. Es sind die Gegenstandslosen Bilder, die den Besuch lohnenswert machen und warum gern die Galerie mit der Maus durchwandert.

Juan Carlos Lopez-Nicklaus
<br />
ohne Titel
<br />
2003
<br />
60x50
<br />
?l mit Spachtelmasse auf Leinwand

Juan Carlos Lopez-Nicklaus ein Maler mit Talent, dem man mehr Mut zu eigenem Ausdruck in seinen Landschaften wünscht.

 
oben von tempa in Kunst und Kultur um 17:37h| 0 Kommentare |comment

 
Fehlende Autoren und Redakteure wo man schaut
Diesen Leuten darf man dann erklären, dass die Zeitung die da am Schulfest verkauft wird absolut überhaupt nichts mit unserer Schülerzeitung zu tun hat! Deshalb noch mal für alle:
Eine Schülerzeitung sollte regelmäßig herausgegeben werden! Eine Schulzeitung hingegen ist ein einmaliges Projekt einzelner Klassen oder Klassenstufen!!!

Die Betonung im oberen Satz mit der Schülerzeitung liegt auf ...sollte regelmäßig herausgegeben werden. Das wird bei uns kaum möglich sein, denn unsere Teilnehmerzahl ist in der Zwischenzeit beträchtlich gesunken. Außerdem werden alle an dieser Schülerzeitung beteiligten Neuntklässler in Zukunft wohl weniger Zeit haben.

Quelle: Studentvoice, die Schülerzeitung der Backnanger Max-Eyth-Realschule

 
oben von tempa in Schule und Schüler um 17:01h| 0 Kommentare |comment