Freitag, 23. Juni 2006
Backnangs Innenstadt nippelt vor sich hin
Es hat den Eindruck als nippelte gerade die Backnanger Innenstadt ab. Im Forum von www.einkaufen-in-backnang.de im Beitragsstrang "Hat der innerstädtische Einzelhandel eine Zukunft?" wird diskutiert.

Das Bummeln an sich hat immer noch eine ganz eigene Qualität und wie die Japaner schon feststellten, schafft Gelegenheit einen Einkauf. Weswegen sich japanische Kaufhäuser bei der Ausgestaltung ihre Waschräume und Toiletten schier überschlagen, in der Hoffnung, dass beim Weg zum und vom Örtchen potentielle Kunden der Versuchung nicht widerstehen können.

Aber damit die Versuchung wirken kann muss man eben erst einmal die Menschen zum Örtchen bringen. Stichwort Bequemllichkeit. An dieser hapert es in Backnang erheblich, weniger Besucher denn die nutzen die Bequemlichkeit der großen Malls. In der Folge scheinen die Ladeninhaber in der Innenstadt auf Nummer sicher zu gehen und vermeiden Abenteuer im Sortiment. Ohne Abenteuer im Sortiment wird der Bummel zusätzlich langweilig.

Unbequem und langweilig und der Bummel resultiert im Frust ... in Folge kommen noch weniger in die Innenstadt ... die Läden gehen pleite, Ende vom Lied.

Naja ... ersteinmal brummt die Innenstadt. Es ist Straßenfest-Zeit. Die Tage in der es in der Innenstadt vor Menschen nicht auszuhalten ist. ;-)

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 17:21h| 0 Kommentare |comment

 
Freitag, 16. Dezember 2005
...neulich im Gemeinderat
konnte ich miterleben, wie 26 (aus)erwählte Frauen und Männer vor über 50 Zuhörern eine weitere Bestätigung dessen abgaben, was seit geraumer Zeit zur „Politikverdrossenheit“ führt. In der so genannten Stunde des Gemeinderates kam es zur Verlesung der Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen zum Haushaltsentwurf der Stadt Backnang. Diese Veranstaltung war in weiten Teilen dazu geeignet, dem kommunalpolitisch interessierten Bürger final den Glauben an die Ernsthaftigkeit dieses Gremiums zu nehmen. CDU-Fraktionschef Dr. Ketterer verlor sich binnen kürzester Zeit in teilnahmslose Lobhudelei. Seine Art der Präsentation würde einem mittelmäßig begab- ten Schüler der chronisch unterfinanzierten Bildungseinrichtungen allenfalls ein „mangelhaft“ bescheren. Ketterers Hinweis auf die „überproportionalen Investitionen in den Bildungsbereich“ erhalten sofort eine Relativierung, wenn man weiß, dass es sich dabei um Pflichtaufgaben des Schulträgers in gesetzlich vorgeschriebene Brandschutzmaßnahmen handelt. Im weiteren Verlauf der Sitzung, die mehr und mehr zur Vorlesestunde verkam fiel letztlich nur der Beitrag des Sprechers der BWG angenehm – weil in formativ auf. Stadtrat Schweizer legte ein weiteres Mal den Finger in offene Wunden und sezierte sachlich den Jahresablauf der gemeinderätlichen Arbeit. Besonders resigniert klang er immer dann, wenn er auf die zahlreichen last-minute-Aktionen der Ver waltung in Bezug auf Zuschüsse für Investitionsmaßnahmen zu sprechen kam. Eindrucksvoll gelang ihm dabei die Demonstration der Überflüssigkeit des Parkleitsystems und des Gewerbegebiets Lerchenäcker. Als schließlich Stadtrat Bauer (FW) zum Mikrofon griff, war die Veranstaltung auf Kabarettniveau angekommen und der letzte Funken Hoffnung auf eine ernsthafte Auseinandersetzung dieses Gremiums mit den Problemen unserer Stadt zerstob (…der Gemeinderat ist der Souverän!?). In bewährt polemischer, sämtliche Sprachregeln konsequent mißachtender Art schor dieses Urgestein der Unternehmerklasse alles und alle über einen Kamm und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite. Nur blieb mir und vielen
der anwesenden Zuhörer ob seiner hahnebüchenen Behauptungen das Lachen im Halse stecken. Am Schluss fragte man sich unwillkürlich: Bin ich im falschen Film?

 
oben von backnang58 in Kommunalpolitik um 10:33h| 0 Kommentare |comment

 
Montag, 23. August 2004
Klinkenputzen für den politischen Widerstand
joijoijoi ... ungeschickter geht's nicht. Vor einer Weile klingelt es an der Büroadresse und ich werde über die Sprechanlage zu geschwallt. Ich unterbreche den Sermon, warum man mich nicht zuhause sondern im Büro belästigt und frage nach dem Anlass der Störung.

Man wolle mit mir die Möglichkeiten diskutieren, wie man eine bessere Regierung ... flapp sind meine Ohren zu.

Ja, ich bin unzufrieden mit der Politik. So manche Lösung schmeckt mir nicht und Kritik ist sicherlich angebracht und auch die Arbeit an Lösungen, aber bitte nicht zu beliebiger Zeit und schon gar nicht, wenn ich im Büro am Erhalt meines Erwerbs arbeite, um nicht die Konsequenzen unserer Regierung in ihrer aktuell unangenehmsten Form am eigenen Leibe zu spüren.

Nein, Danke. Kein Interesse.

"Wir haben auch was zum Lesen." wendet die unbekannte Stimme am anderen Ende ein.

Gute Güte. Etwa von ihm getextet? Ich will ihn nur los werden. Jungs: auch der politische Widerstand ist eine Ware, die ihren Verkaufsort und ihre Verkaufsart hat.

Klinkenputzen, Menschen mit irrelevanten Inhalten vollschwallen und sie respektlos zutexten, sie nicht einbeziehen ... so geht das nicht.

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 21:37h| 0 Kommentare |comment

 
Sonntag, 4. April 2004
Backnang geht es ...
Backnang gehe es nicht so schlecht, wie gejammert werde. Sagte der Oberbürgermeister Dr. Nopper und weiß sogar, dass es dem einen oder anderen Unternehmen in der Region richtig gut gehe.

Aber Pssssst. Nicht verraten, denn sonst werde man diese Unternehmer drücken.

Der Standort Backnang kann also nicht so schlecht sein, trotz und alledem der Distanz zum Flugplatz. Was hier schmerzt, ist der Umstand, dass Stuttgart es nicht schaffte die Olympiade oder war es Weltmeisterschaft auszurichten. Das Frühlingserwachen für den Ausbau der B14 bis Backnang, bleibt nun mehr aus und der autofahrende Teil der 7406 Auspendler und Kollegen der Nachbarkommunen verstopfen das 'Sträßle von und nach Schtuargard halt weider.'

Noch immer weiß ich nicht, was das ist, das so schön an Backnang ist. Gefragt nach den überregionalen Positiven Nachrichten und deren Steuerung, wurde politisch geantwortet und eine bewußte und aktive Steuerung wird wohl eher halblebig betrieben.

ALSO hier ließe sich einen Argumentationskette aufbauen, von und für Backnang. Dieses Blog ist offen.

Es deckt sich mit meinem Erleben, des Bekanntheitsgrades. Außerhalb des Rems-Murr-Kreises ist Backnang kaum bekannt. Wenn es jemand kennt, dann weil er jemanden von dort kennt. Dass Backnang in Konkurrenz zu zahlreichen anderen kleinen Kreisstädten steht, ist klar ... aber das sollte keinen davon abhalten sich dennoch gezielt für ein PR-Thema zu entscheiden, mit dem man in der überregionalen Presse regelmäßig namentlich erwähnt wird.

Nun vielleicht habe ich ja mit meiner provkanten Art, wieder einmal einen Samen gelegt. Und nun ab in den überregionalen Kanal der Bloglandschaft. ;o)

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 12:19h| 0 Kommentare |comment

 
Mittwoch, 31. März 2004
1000 mehr rein als raus
Ich war also da, beim Wirtschaftsforum der CDU Backnang ... zwischenrein habe ich mich schon gefragt, warum ... ja natürlich um gesehen zu werden und ich habe auch dafür gesorgt, dass ich gehört wurde ... von wegen der Aufmerksamkeitsökonomie. Und ich konnte noch ein Schwätzle mit dem Obermürgermeister halten.

Ich sprach ihn auf damals an. Als dieses Blog von der übermäßigen Aufmerksamkeit überrannt wurde und ich alles, was Rang und Namen hatte anschrieb. Nun hörte ich also auch die nicht pressesprechergefärbte Begründung.

Die Human Voice des Oberbürgermeister ist sehr sympathisch und es ist schade, dass er hier nicht mal das eine oder andere Wort fallen lässt. Ich will es jetzt mal für Ihn tun: ;o)

So eine offene Kommunikation bietet sehr viel Angriffsfläche und das Amt sollte mit anderen Dingen beschäftigt sein, als mit der Schadensbegrenzung, weil Trolle und Extremisten solche Plattformen für sich einnehmen.

Naja. Sollte das Amt wirklich nur einer unter vielen sein. Die berühmte Human Voice, die z.B. so Vorurteile abbauen kann, wie:

Backnang ist keine Schlafstadt.
Laut den Erhebungen der Stadt sind es 8487 Einpendler und 7406 Auspendler.

Aber holla jetzt. Fast ein 1/5 arbeitet in der Telekommunikationsbranche und ... nagut übertrieben, laut offiziellen Zahlen sind es 16% und davon ein Großteil Ingenieure.

Um aber noch einmal auf die Interaktivität zu sprechen zu kommen. Ja ich quäle mich andern Orts auch mit einigen Trollen herum. Es gibt dieses Sorte sogar im Anzug mit Krawatte. Jedoch sind meine Erfahrungen überwiegend positiv und absolut einen Versuch wert.

Ich werde mal einen Vortrag halten. Genau. ;o)

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 01:33h| 0 Kommentare |comment

 
Samstag, 20. März 2004
Chancen kommunaler Wirtschaftsförderung
Am Dienstag den 30. März 2004 um 19.30 Uhr lädt die CDU Backnang in die Eugen-Adolff-Str. 122 in Backnang in den Konferenzraum im EG ein.

Es sprechen:

- Dr. Walter Rogg, Wirtsch.-Förderung Reg. Stuttgart GmbH
- Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister d. Stadt Backnang
- Wolfgang Kolb, Geschäftsführer BITZ

Was soll hier nun besprochen werden:
in den vergangenen Jahren musste sich unsere Wirtschaft einem immer stärker werdenden Wettbewerb stellen, dessen strukturelle auswirkungen auch vor Ort spürbar werden. Insbesondere die Verlagerun von Arbeitsplätzen und der damit verbundene Verlust an Kaufkraft und Steueraufkommen stellen sowohl die Kommunen als auch die Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Vor Ort Informationen austauschen, Kompetenzen zu bündeln und die wirtschaftlichen Strukturen zu fördern wird daher immer wichtiger.

Ich will ja nicht lästern ... aber early adapters sind die Backnanger sicher nicht. Na, da bin ich aber gespannt, was erzählt wird. :o) Hier hat sich ja noch keiner der Herren blicken lassen. Und immerhin hallte der Klang dieses Gemeinschaftsbloggs schon einmal bis nach New York.

Das nur zu Strukturen ...

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 11:49h| 0 Kommentare |comment

 
Montag, 9. Februar 2004
Kampf um das Kreiskrankenhaus
Heute gibt es die letzte Lichterkette für das Krankenhaus bevor die Entscheidung gefällt wird.

Wer hier ein Zeichen setzen will und sich für den Erhalt einsetzen, sollte heute unbedingt zum Kreiskrankenhaus gehen.

Noch eine Stunde und die Lichterkette formiert sich um das Krankenhaus. Ich werde nicht dabei sein ... auch nicht um Bilder zu machen. Leider ist meine Digitalkamera aktuell defekt und noch kein Ersatz beschafft.

Ich würde mich freuen, wenn andere davon ein Dokument schaffen und hier posten. Aber vielleicht gibt es ja auch auf dem Portal der Backnanger Kreiszeitung einen Bericht.

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 19:05h| 0 Kommentare |comment

 
Mittwoch, 4. Februar 2004
Rotlicht in Backnang
Im Radio wird darüber berichtet, dass einige Plakate mit Nackten ein Skandälchen provoziert haben und es wohl Proteste und Leserbriefe gab. Oha. Ich liebe Backnang.

Und diese Nachricht fand ich bei der Recherche nach diesem Poster ... man ist ja gar nicht neugierig, worüber sich die Backnanger so echauffieren können ... aber zur Meldung:

Backnang erhält in der Sulzbacher Straße eine Rotlichtszone Das wird den privat geführten Etablisments der Stadt nicht schmecken, denn damit kann das Gewerbe nicht mehr in einem Appartment geführt werden.

Naja es wird eh nie unter dieser Bezeichnung geführt worden sein. Und was mit der Spielhölle in der Aspacher Straße ist, etwas unterhalb der Kripo? Ich würde ja vermuten, dass auch dieser Schuppen in dieser Richtung einen Service bietet ... so genau kann ich es nicht sagen ich war nicht drin.

Naja ... Nun ist also Backnang erwachsen geworden. ;o)

PS: Wer die Rotlichtzone hier im Blogg sucht ... in den Referrern finden sich die Spammer dieser Branche. Bitte über Copy&paste ansteuern. Man muss diese Bande nicht noch unterstützen. :o(

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 18:02h| 0 Kommentare |comment

 
Sonntag, 1. Februar 2004
Lichterketten für das Kreiskrankenhaus
"Wenn es eine Mauer zu Fall brachte, vielleicht kann es ein Gemäuer erhalten." sagen sich wohl die Backnanger Bürger und demonstrieren Montags mit Kerzen und Fackeln für den Erhalt des Kreiskrankenhauses.

Am 26. Januar 2004 wohl das erste Mal aber morgen Montag 2.2.2004 um 19.00 Uhr kann man wieder für die Klinik schnattern gehen. Ich empfehle die Fackel. Die gibt mehr Wärme ab.

Was dran ist, weiß ich nicht. Die Quelle habe ich nicht hinterfragt und es war nur kurz Thema bei einem Essen unter Freunden.

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 04:03h| 2 Kommentare |comment

 
Dienstag, 27. Januar 2004
Frauenpolitische Arbeit
In Waiblingen soll die Frauenbeauftrage der Teppich unter den Füßen genommen werden. Im Schreiben des Netzwerkes "Neue Unternehmerinnen" heißt es: "'Soll2' und 'Soll1': Abschaffung der Frauenbeauftragten"

Der Kampf ist unterstützenswert und daher bringe ich es gerne hier im Backnanger Gemeinschaftsblogg zur Sprache.

Aber eines geht nicht. Politische Arbeit in Form eines Opt-out zu gestalten:
An alle Netzwerkerinnen,

sicher habt Ihr schon dem Zeitungsartikel entnommen, dass der Gemeinderat in Erwägung zieht die Stelle der Frauenbeauftragten abzuschaffen bzw. auszubluten in dem ihre Mitarbeiterin weggekürzt wird. Wir halten dies für inakzeptabel und müssen uns deshalb zu Wort melden. Eine Gruppe von uns hat ein Schreiben an die Fraktionen entworfen, ist als Anlage beigefügt. Um die Schlagkräftigkeit zum Ausdruck zu bringen, wollen wir eine Namensliste all unserer Netzwerkerinnen beifügen, wer von Euch nicht namentlich genannt werden will, sollte mir dies kurz per e-mail umgehend rückmelden. Über eine große Unterstützung eurerseits freuen wir uns.

Wichtiger Termin - bitte vormerken und zahlreich erscheinen:
Verwaltungsausschuss, Entscheidung über die Stelle der Frauenbeauftragten
Donnerstag 05.02.2004
Beginn: ca. 17 Uhr
Rathaus / Ratssaal

Herzlichen Dank für Euer Mitwirken.

Viele liebe Grüße

Gabriele Schmid
FiBuFuchs

Ich habe mich von dieser Liste, von der ich nicht sicher bin, ob ich drauf bin, jetzt streichen lassen. Wer weiß, in welcher politischen Arbeit man sich sonst wiederfindet ohne davon Kenntnis zu haben.

Wer sich für den Erhalt/Ausbau der Stelle der Frauenbeauftragen Waiblingen einsetzen will. Opt-IN und meldet euch zu Wort, nehmt den Termin wahr und übt Druck aus. Notfalls mögen Kommunalwahlen entscheiden, welche Politik akzeptiert wird und welche nicht.

 
oben von tempa in Kommunalpolitik um 12:48h| 0 Kommentare |comment